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17.06.2014

Hannes Arnschink arbeitet in Ghana

Entwicklungshilfe und einmalige Einblicke

2014-06-17 arnschink kDer Wunsch, die Welt zu entdecken und die eigene berufliche Kompetenz einzubringen, lässt sich für Hannes Arnschink in einer Förderschule in Winneba verwirklichen.
Es sind nicht nur Tausende Kilometer, die Hannes Arnschink von seiner Heimat trennen. Vielmehr ist es „eine andere Welt", in der sich der 22-Jährige bewegt – vom Münsterland begab er sich nach Ghana. So beschreibt es seine Mutter Maria Arnschink. Sie hat mit ihrem Mann Henry Arnschink im vorigen September vom Sohnemann Abschied genommen. Zwölf Monate lang arbeitet der junge Ottmarsbocholter in einer Schule für geistig behinderte Kinder.

Die Einrichtung befindet sich in der rund 45 000 Einwohner zählenden Stadt Winneba. Das Aufgabengebiet und der Standort passen zu den Interessen und Neigungen des Globetrotters, der nach dem Fachabitur für Sozialwesen an der münsterischen Hildegardis-Schule eine Ausbildung als Heilerziehungspfleger absolviert hat. Er wollte im Ausland die Aspekte Entwicklungshilfe und sein eigenes berufliches Betätigungsfeld verbinden.

Dass die Förderschule in Ghana pädagogisch andere Standards erfüllt, als sie in seiner Heimat üblich sind, das muss Hannes Arnschink akzeptieren. Ein Einmischen als Besserwisser mit dem erhobenen Zeigefinger wäre fehl am Platze, betont Maria Arnschink aus Schilderungen ihres Sohnes. Das verlange „einen großen Spagat", beschreibt sie die Haltung des Heilerziehungspflegers, der nach dem Afrika-Aufenthalt weiter in der Kinderheilstätte Nordkirchen arbeiten und sich weiter qualifizieren will.2014-06-17 arnschink2 k

Um eine Brücke zu schlagen, greifen Hannes sowie Maria und Henry Arnschink zu moderner Technik wie Skype oder WhatsApp – Werkzeuge, die vorher nicht vertraut waren, „sind jetzt mein Glück", räumt die Mutter des 22-Jährigen ein.

In dessen Gastfamilie in Ghana ist ihr Sohn gut untergebracht: Ein älteres Ehepaar, das mit sechs weiteren Personen im Alter von elf bis 18 Jahren eine Art Waisenhaus-Wohngruppe bildet. In der „Groß-Familie" gehe es einerseits „sehr herzlich" zu, andererseits bleibe dem Ottmarsbocholter „nur wenig Privatsphäre".

Die Einblicke in Land und Leute, die Hannes Arnschink gewinnt, reichen über all das hinaus, was ein touristischer Besucher am Golf von Guinea je erleben kann. Wie selbstverständlich nimmt der Gast an Hochzeiten, Beerdigungen und Karneval teil. Ausflüge führten ihn in Landschaften wie das Volta-Delta.