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03.12.2013

Bernhard Hutters vollendet das 80. Lebensjahr / 24 Jahre lang an der Spitze des Heimatvereins

Unermüdlicher Einsatz für Ottmarsbocholt

2013-bernhard hutters 80 kBernhard Hutters wird heute 80 Jahre alt. Er hat wie wohl sonst bisher niemand den Heimatverein Ottmarsbocholt und diesen Ortsteil mit geprägt.

Der Jubilar kam 1933 in Ottmarsbocholt als Sohn eines Landwirts zur Welt. Und weil er dazu bestimmt war, den Bauernhof zu übernehmen, ließ ihn der Vater nicht aufs Gymnasium nach Werne wechseln. So blieb er zunächst auf der örtlichen Volksschule und besuchte anschließend von 1951 bis 1953 zwei Winter lang die Landwirtschaftsschule in Ascheberg.

Im ersten Jahr strampelte er auf dem Fahrrad dorthin, dann bekniete er den Vater, ihm ein Motorrad zu kaufen. Das erwies sich in der Folgezeit als sehr nützlich, um weiter entfernte Wiesen, etwa in Davensoerg, zu erreichen.

Trotz der harten Arbeit auf dem Hof blieb für den Filius aber auch noch Zeit, sich am Betonmischer der Firma Eckervogt oder beim Bäumefällen im Klosterholz das Taschengeld aufzubessern.

Als Bernhard Hutters 1971, ein Jahr nach dem Tod seines Vaters, seine Zukunft analysierte, kam er zu dem Entschluss, dass weitere Investitionen in den Bauernhof - die Entwicklung der Mähdrescher leitete eine gewaltige Technisierung ein -nicht mehr lohnen. Gegen den Widerstand seiner Mutter gab er die Landwirtschaft mit zehn Kühen und 70 Schweinen auf und verdiente sein Geld fortan als Installateur bei Gelsenwasser. Schon bald erkannte Hutters: „Hätte ich diesen Schritt doch schon früher getan."
Der berufliche Umstieg war begleitet von einem Schicksalsschlag: 1975 starb seine Frau, die an Multipler Sklerose erkrankt war. Aus der Ehe sind ein Sohn und zwei Töchter hervorgegangen. Zum heutigen Ehrentag gratulieren nun auch noch vier Enkelkinder. 1983 heiratete Bernhard Hutters ein zweites Mal.

Auch für das Gemeinwohl hat sich Hutter stark engagiert und war mehrere Legislaturperioden im Sendener emeinderat aktiv. Den Schwerpunkt seines ehrenamtlichen Einsatzes bildete zweifelsohne der Heimatverein, den er von 1988 an 24 Jahre lang leitete. Neben dem Jallermann wurde dabei vor allem das Backhaus zu einem auch in der Zukunft weithin sichtbaren Juwel seiner großen Leidenschaft. In Anerkennung seiner Verdienste pflanzte der Heimatverein im April 2012 auf der Horst eine „Bernhard-Buche".

 

Bericht: Ulrich Reismann