DRK-Einsatz beim Umzug

Der Alkohol macht viel Arbeit

2014-02 drk-einsatz kWährend des Umzugs und der abendlichen Party waren viele DRK-Kräfte in Ottmarsbocholt im Einsatz. Sie haben 37 Patienten versorgt. Rotkreuzleiterin Melanie Göcke spricht dennoch von einem „ruhigen Dienst".
Viele Leute und viel Alkohol: Das ist oft eine Kombination, mit der nicht zu spaßen ist. Mit 36 Einsatzkräften war daher das Deutsche Rote Kreuz (DRK) beim Ottmarsbocholter Karneval im Einsatz. Unterstützt wurde der Ortsverein Senden dabei von Kameraden aus Buldern, Herbern, Coesfeld und Lüdinghausen sowie dem Kreisverband Coesfeld.

Die größte Aufgabe bestand für die Helfer darin, die großen und kleinen Notfälle während des Karnevalsumzuges zu versorgen. Denn wenn der Zug unterwegs ist, gibt es auch für Rettungswagen kein Durchkommen. Daher müssen die Fahrzeuge so platziert werden, dass sie Patienten im Notfall über Seitenstraßen ins Krankenhaus bringen können, in den Bereichen dazwischen sind DRK-Kräfte als „Erstversorger-Teams" (EVT) positioniert, die zu Fuß den möglichen Patienten erreichen und versorgen können und nötigenfalls auch zum nächsten Rettungswagen bringen.

Abends in der Festhalle Vollmer ist die Arbeit der Rotkreuzler nicht mehr so personalintensiv, da ein überschaubares Areal abgedeckt werden muss. Dennoch kommt es öfter vor, dass mehrere Patienten gleichzeitig im Sanitätszelt versorgt werden müssen, so dass die Helfer froh sind, zwischendurch die ein oder andere Verschnaufpause zu haben.

Insgesamt sind am Samstag während des Karnevalsumzugs und der anschließenden Party 37 Patienten versorgt worden. Einige aufgrund von Schnittwunden, Kreislaufbeschwerden oder auch Nasenbluten, der größte Teil jedoch aufgrund erhöhten Alkoholkonsums. Einige Patienten waren so stark alkoholisiert, dass sie ins Krankenhaus gefahren wurden.

Zahlen, die auf Außenstehende vielleicht erschreckend wirken mögen, von den Hilfsorganisationen jedoch mittlerweile als normal empfunden werden. So bezeichnet die Sendener Rotkreuzleiterin Melanie Göcke das Ottmarsbocholter Karnevalswochenende als „ruhigen Dienst".

Mit Verärgerung nahm das DRK Senden aber am Montag zur Kenntnis, dass eines der Zelte, das nahe der Gaststätte Vollmer stand, von Vandalen heimgesucht worden war. Das Gestänge wurde total zerstört,

Dennoch war es für die Gesetzeshüter ein insgesamt unproblematisches Wochenende: „Die Vorbereitung wie in den letzten Jahren zahlt sich aus, denn aus polizeilicher Sicht gab es nichts zu meckern", merkte Polizeipressesprecher Martin Pollmann an.

 

Bericht + Foto: WN/Andreas Krüskemper