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Mi. , 06. Jul. 2022



Raphael I. und Miriam I. laden zum Otti-Botti-Karneval ein

Prinz und echter „Frauenversteher" 

2014 Prinzenpaar kAuf eine tolle Prinzenproklamation und einen wunderschönen Umzug auf dem mit 45 000 Rosen geschmückten Prinzenwagen freuen sich Prinz Raphael I. und Funkenmariechen Miriam I..
Nervös? „Nee – noch gar nicht", sagt Funkenmariechen Miriam I. „Dazu hatten wir noch gar keine Zeit. Es gab immer was zu tun: Rosenbinden, Kostüme machen, Eckenfest und Wagenbauen." Doch die Nervosität dürfte am Samstag wohl nicht lange auf sich warten lassen.

Denn um 20.11 Uhr werden Prinz Raphael I. und Miriam I., begleitet vom Hörster Elferrat, in die Festhalle Vollmer einmarschieren und vor Hunderten Narren in ihr Amt eingeführt. Vor dem großen Umzug am 23. Februar (Sonntag) ist die Pripro der erste Megaknaller der Karnevalssession in Otti-Botti.

„Prinz zu sein, das war für mich schon immer ein Kindheitstraum", erklärt Raphael I. mit leuchtenden Augen. „Seinem Patenkind Justus hat er schon ein paar Tage nach der Geburt Karnevalslieder vorgesungen", fügt Miriam I. mit schelmischem Seitenblick hinzu. Als Aschebergerin habe sie die Begeisterung „erst nicht so nachvollziehen" können. „Aber man wächst in den Karneval in Otti-Botti schnell hinein – und lernt es zu schätzen."

Absoluter Höhepunkt soll der Umzug werden. „Wir freuen uns riesig darauf, den Leuten zu präsentieren, was wir ein halbes Jahr lang vorbereitet haben", sagt Raphael I.. „Darum hoffen wir auf Sonnenschein und blauen Himmel. Aber wenn es nicht so ist – unser Prinzenwagen mit etwa 45 000 Rosen ist so wunderschön und strahlt schon von alleine", loben Prinz und Funkenmariechen Arbeit und Herzblut der aktiven Hörster Narren.

Für Pripro und Umzug wünschen sie sich, „dass alle gut drauf sind, es keinen Ärger gibt und der Karneval zu einem unvergesslich schönen Erlebnis wird."

► Prinz Raphael I. kündigt per majestätischem Erlass eine Premiere in der Session an: Wenn der Elferrat am Montag nach dem Umzug (24. Februar) den Kindergarten St. Urban, die Davertgrundschule und das Sendener Rathaus besucht, dürfen erstmalig auch alle jecken Hörster Frauen mit. Bis dato war diese Ehre nur dem Funkenmariechen vorbehalten. Und so erweist sich Raphael I. nicht allein als würdiger Prinz, begeisterter und überzeugter Otti-Botti-Karnevalist, sondern auch als echter, emanzipierter „Frauenversteher". . .

Prinz Raphael I. (Roberg) und Funkenmariechen Miriam I. (Giesenkirchen) sind nicht nur „von amts wegen" ein Paar, sondern auch privat. Und das schon seit 14 Jahren. Nach der Karnevalssession soll zunächst ein schmuckes Eigenheim gebaut werden. Und, wie könnte es anders sein? Natürlich auf der Horst – wo sonst? „Dann wird geheiratet", verkünden die beiden unisono.

Miriam I. ist 31 Lenze jung und in Ascheberg aufgewachsen. Ihre Brötchen verdient sie als selbstständige Ergotherapeutin in Senden.

Prinz Raphael I. blickt bereits auf 34 Sessionen zurück. „Ich bin Ottmarsbocholter und Hörster aus Überzeugung", verkündet er aus voller Brust.

Eine graue Eminenz ist er übrigens ganz und gar nicht. Denn beruflich ist er als Betriebsmaler bei Brillux unterwegs.

 

Bericht: WN/Siggi Syffus