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Fr. , 06. Aug. 2021



Fußball: Neun U19-Zugänge beim BWO-Auftakt

Betont jugendlich

2021 06 29 bwoFußball-A-Ligist BW Ottmarsbocholt wird jünger. Nicht weniger als neun Mann haben beim offiziellen Vorbereitungsstart das Training aufgenommen, die in der (kurzen) Vorsaison noch im Nachwuchsbereich kickten. Sieben (Bastian Silla, Malte Mallmann, Justus Münch, Tom Ziegler, Malte Goerdt, Max Schulze Vorwick und Vlad Balasz) kommen aus dem eigenen Stall, einer vom SV Herbern (Kevin Lenz) und einer von Westfalenligist FC Gievenbeck (Damien Vernauer). Auch der neue Spielertrainer, Sebastian Schnetgöke, hat mit 27 ein paar Jahre weniger auf der Uhr als der alte Coach, Matthias Gerigk.

Jugendwahn in Otti also? Jein. „Wir hatten ja gar keine andere Wahl“, erklärt Christian Schmauck. Der sportliche Leiter der Blau-Weißen verweist auf die Vielzahl an BWO-Routiniers, die künftig nur noch für die Altherren-Mannschaft die Stiefel schnüren – darunter jahrelange Leistungsträger wie Alex Hibbe oder Freddy Volbracht.

Da der Verein aber weder über die finanziellen Mittel verfügt, unbegrenzt gestandenes Personal zuzukaufen, noch den eingeschlagenen Weg, vor allem auf Eigengewächse (oder Rückkehrer wie Vernauer) zu setzen, verlassen will, erhält der Nachwuchs diese besondere Chance.

Für Schnetgöke kein Problem, hat er doch schon bei seinem Ex-Verein VfL Senden mit einigem Erfolg Jugendteams gecoacht. Ganz ohne Haudegen geht es indes nicht, gerade in dieser Spielklasse. Weshalb mit Volbracht-Ersatz Stephan Rosenberger ein weiterer ehemaliger Sendener die Kanalseite wechselt.

Die ersten Kennenlerneinheiten seien recht vielversprechend gewesen, findet Schnetgöke. Auffällig: die enorme fußballerische Qualität, die der blutjunge Vernauer (könnte noch ein Jahr in der A-Jugend spielen) mitbringt. Wobei Patrick Döhla dem top-ausgebildeten Allrounder gleich mal Druck von den Schultern nimmt: „Klar hat Damien besondere Fähigkeiten, aber gebt dem Burschen bitte Zeit. Außerdem verstehen wir uns als Einheit, das ist es, was Otti in den beiden vergangenen Jahren so stark gemacht hat.“ Auch das Coaching ist Teamarbeit, Schnetgöke (auf dem Feld) und Döhla (an der Linie) bilden ein gleichberechtigtes Duo – unterstützt von Fitness-Coach Dominik Horstmann, der den Blau-Weißen einmal in der Woche Beine macht.

Bleibt die Frage, mit welchen Ambitionen das Team nach Platz drei in der Aufstiegssaison startet. „Wir halten uns nach dem personellen Umbruch eher bedeckt“, betont Schmauck. Erste Titelanwärter seien Warendorf, Wacker Mecklenbeck und die prominent verstärkte SG Selm – „dahinter ist es ein ziemlich offenes Rennen“.

 

Bericht + Foto: Westfälische Nachrichten/Florian Levenig