Marienkapelle am Dillenweg

Frauen-Trio pflegt künftig das „Juwel“

lhd/Ottmarsbocholt Sie möchten künftig die Marienkapelle am Dillenweg als Andachtsort weiterhin hegen und pflegen: (von links) Gerlinde Trahe, Claudia Volbracht und Mathilde Niebert.  „Es handelt sich hier um ein Kulturgut, welches bewahrt und erhalten werden sollte. Das ist mir wichtig.“ Aus diesem Gedanken heraus griff Gerlinde Trahe vor einigen Wochen zum Telefonhörer und wählte die Nummer des Heimatvereinsvorsitzenden Werner Welslau . Zuvor hatte unsere Zeitung darüber berichtet, dass noch Personen gesucht werden, welche die Pflege der Kapelle am Dillenweg fortführen. Und es sollte – zur Freude von Welslau – nicht bei dem einen Anruf bleiben. Noch zwei weitere Male klingelte das Telefon. Nun am anderen Ende der Leitung: Claudia Volbracht und Mathilde Niebert. Zu dritt wollen sich diese Frauen künftig um dieses christliche Kleinod kümmern.
n den WN sei „so schön von einem Juwel“ die Rede gewesen, so Mathilde Niebert. „Und das soll es auch bleiben!“ Deshalb habe für sie schnell festgestanden: „Da mache ich mit.“ Es ist eine ganz besondere Bindung, die sie zu der Kapelle hat, handelt es sich dabei doch gewissermaßen um ein „Familienstück“. Ursprünglich stand sie nämlich auf einer Wiese, welche zum elterlichen Hof in der Oberbauerschaft gehört. An einem Pättken, der die Kinder zu der ehemaligen Bauerschaftsschule führte, erinnert sich die heute 75-Jährige. Nach der Schließung der Schule Mitte der 1960er-Jahre wurde das Pättken beseitigt – mit der Folge, dass die Kapelle nun ohne Zuwegung einsam inmitten der Wiese stand. Dieser unwürdige Zustand führte schließlich dazu, dass die Kapelle von der Familie Niebert in die Obhut des Heimatvereins übergeben wurde, der das Schmuckstück zunächst ab- und dann am Weg in den Dillen wieder aufbaute.
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