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Mo. , 06. Feb. 2023



Unüberwindbarer Wall

Erdhügel ist Anwohnern ein Dorn im Auge

2013-wall-spielplatz-holzfeld kDer Bezirksausschuss hat sich für den Erhalt der Bäume auf dem ehemaligen Spielplatz Holzfeld ausgesprochen. Damit bleibt der Wall auf dem sie stehen erhalten. In seinem Schutz werden offenbar immer wieder Drogen konsumiert.

Er ist nur etwas 1,50 Meter hoch, der Erdwall zwischen dem ehemaligen Spielplatz Holzfeld und der angrenzenden landwirtschaftlichen Fläche. Und trotzdem scheint er ein unüberwindbares Hindernis zwischen einigen Anwohnern und den Kommunalpolitikern zu werden. Denn es geht nicht allein um die Beseitigung des Bodens, sondern damit verbunden auch um das Fällen der in Jahren auf ihm gewachsenen Bäume.

Doch es sind nicht allein Laub, Schädlinge und Gerbsäure-Probleme, die von den Bäumen in angrenzende Gärten übertragen werden. Der Wall ist den Anwohner ein Dorn im Auge, weil in seinem Schutz offenbar immer wieder Drogen konsumiert werden. Von Nachbarn gefundene Utensilien weisen darauf hin.

In der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses wurde dieser Tatbestand allerdings nicht weiter besprochen. Stattdessen diskutierten die Politiker über den Umgang mit dem noch vorhandenen Baumbestand und den Wunsch der Anwohner auf der ehemaligen Spielplatzfläche mit Eigenleistungen eine Boulebahn zu errichten.

Einige Bäume seien bereits entfernt worden, an den anderen stehe noch eine Kronen-Pflege an, berichtet Bauhofleiter Klaus Mende den Kommunalpolitikern. Der Wunsch der Anwohner reiche allerdings weiter. „Die Bäume einfach zu entfernen ist ein gravierender Eingriff . Das sollte im Umweltausschuss diskutiert werden", warf Uwe Kasten (FDP) im Laufe der Diskussion ein und verließ dann die Sitzung. Darüber empörte sich Andreas Schwienhorst (CDU): „Ich finde es unmöglich, etwas in den Raum zu stellen und dann einfach zu gehen. Wir alle sind der Meinung, dass die Bäume stehen bleiben sollen." Der Bezirksausschuss einigte sich darauf, der Verwaltung freie Hand zu lassen und – falls notwendig – ein oder zwei Bäume zu entfernen.

Ebenso einmütig gab der Ausschuss letztlich grünes Licht für den Bau einer Boulebahn durch Eigenleistungen der Anwohner. Ludger Janning (SPD) hatte diesbezüglich zunächst Bedenken geäußert: „Wir haben hier schon genügend Boulbahnen. Wenn wir den Wunsch der Anwohner am Holzfeld gewähren, können wir ihn an anderer Stelle nicht verweigern." Bürgermeister Alfred Holz beurteilte dies anders: „Hier ist entscheidend, dass die Nachbarn bei der Umgestaltung der Fläche helfen und sie anschließend in Pflege nehmen. Das entlastet die Öffentlichkeit und den Bauhof." Außerdem diene die von den Nachbarn zu gestaltende Fläche als Kommunikationsplatz.

 

Quelle: WN vom 20.11.2013