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Mo. , 18. Dez. 2017



Projekt KRAKE

Ideen aus der Fachhochschule für die Trauerhalle in Ottmarsbocholt

2017 11 16 krake kAm Vormittag waren die Bürger und Bürgerinnen überrascht, so viele junge Leute zur besten Studien- und Arbeitszeit auf dem Friedhof in Ottmarsbocholt anzutreffen. Durch das Projekt KRAKE Service Community ist der Neubau einer Trauerhalle angestoßen worden, bei dem Ehrenamtliche und Gewerbe gemeinsam dieses Projekt weiterbringen wollen. Inzwischen hat sich bei der Gemeinde Senden ein Arbeitskreis Trauerhalle etabliert und innerhalb KRAKEs eine Arbeitsgruppe Trauerhalle, die sich beide mit dem Thema beschäftigen.

Am 21. September fand der erste gemeinsame Workshop beider Arbeitsgruppen im Spieker statt, in dem die Vorgaben für den Bau und die notwendige Ausstattung einer Trauerhalle erarbeitet wurden. Ein Ideenpool für die Umsetzung anhand dieser Vorgaben wurde gesucht. Dafür wurden Studierende der MSA (Münster School of Architecture) von der Fachhochschule Münster mit ihrem Lehrbeauftragten Christian Schmitz in das Projekt eingebunden.

Heute ging es für die Studierenden darum, den Status Quo zu erfassen sowie für die Planung einer neuen Trauerhalle zu verstehen, wie die Ottmarsbocholter „ticken“. Zunächst haben sie sich den Friedhof angeschaut. Dort wurden viele und detaillierte Informationen rund um den Friedhof von Holger Bothur von der Gemeinde Senden sowie Marlies Möllers, Schreinerei gegeben. Der Spieker, das Backhaus und den Brunnen an der Kirche wurde sehr sachkundig von Herrn Stefan Frie vom Heimatverein, die Kirche von Klemens Rave kenntnisreich vorgestellt. Danach schloss sich eine Besichtigung der „alten“ Trauerhalle mit ihren Neben- bzw. Arbeitsräumen an.

Bei einem anschließenden Treffen im Pfarrheim konnten Marlies Möllers und Gerda Wulfing,Schreinerei weitere Fragen gestellt werden. Dieses wurde von den Studierenden sehr rege genutzt.
Herr Uzuh von der Diakonie Münster gab danach eine kurze Einführung über Riten und Bräuche verschiedener Glaubensrichtungen. Da davon ausgegangen wird, dass nicht nur Menschen mit
christlichem Hintergrund, sondern vermehrt auch Menschen mit z.B. islamischen Glauben beigesetzt werden müssen, ist am Anfang eines derartigen Planungsprozesses eine Berücksichtigung der Bedürfnisse am besten möglich.

Friederike von Hagen von der Fachhochschule Münster erläuterte kurz das Konzept von KRAKE, um den Gesamtzusammenhang des Projekts Trauerhalle zu verdeutlichen.

Die Studierenden gehen mit einer Fülle von Eindrücken und Informationen zurück nach Münster und werden in den nächsten Wochen und Monaten unter Führung von Christian Schmitz und zwei Tutoren an der Aufgabe „Neubau eine Trauerhalle in Ottmarsbocholt“ arbeiten. Im Februar kommen sie zurück ins Dorf, um ihre Arbeitsergebnisse anhand von Modellen vorzustellen. Eine Jury wird die Arbeiten bewerten und anschließend prämieren. Alle Interessierten Bürger und Bürgerinnen sind schon jetzt herzlich dazu eingeladen, an der Präsentation teilzunehmen.

 

Bericht + Foto: Friederike von Hagen

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Ausbildung in Ottmarsbocholt