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Do. , 29. Okt. 2020



60 neue Grundstücke südlich des Strontianitfeldes

Ottmarsbocholt soll wachsen

2013-05-24Zwischen der Zufahrt zum Gewerbegebiet Ketternkamp und dem Strontianitfeld sollen rund 60 Grundstücke ausgewiesen werden. Im Bezirksausschuss wurden am Donnerstag Vorschläge zur Optimierung des Strukturkonzeptes erarbeitet.


Gemeindeeigene Baugrundstücke sind Mangelware: Keine Perspektiven zurzeit in Bösensell. Und im Sendener Buskamp sowie im Ottmarsbocholter Strontianitfeld steht jeweils nur noch eine Handvoll Flächen zur Verfügung.

Für Bauwillige eröffnen sich nun sonnige Aussichten im Süden des Strontianitfeldes.

Denn im direkten Anschluss an das bestehende Neubaugebiet sollen 60 Grundstücke ausgewiesen und in den nächsten Jahren bebaut werden. Alois Lompa vom Planungsbüro Drees und Huesmann stellte dem Bezirksausschuss am Donnerstagabend insgesamt sieben Varianten des Strukturkonzeptes vor. Diese Vorplanung ist die Grundlage fürdie Änderung des Flächennutzungsplanes und die dann folgende Aufstellung des Bebauungsplanes.

„Mit circa 600 Quadratmetern sind die Grundstücke ziemlich groß. Sind sie für jedermann erschwinglich“, wollte Ludger Janning (SPD) wissen. Die Erfahrungen aus dem Buskamp zeigten, entgegnete Bürgermeister Alfred Holz, „dass vorwiegend Grundstücke zwischen 500 und 650 Quadratmetern nachgefragt werden“. Außerdem, ergänzte der Beigeordnete Klaus Stephan, handele es sich derzeit nur um ein Strukturkonzept, das auf Grundlage des „tatsächlichen Bedarfs nachgebessert werden kann“.

Einige Planungsvarianten sehen am Südrand des neuen Gebietes, parallel zur Zufahrtstraße Ketternkamp, eine Mischnutzung vor – also die Möglichkeit einer kombinierten Wohn- und Gewerbenutzung.

Rolf Laukemper (CDU) fragte nach, ob denn überhaupt Bedarf nach solchen Grundstücken bestehe – und wenn ja, in welchem Umfang dies der Fall sei. Die Nutzung sei nur „nicht störendem Gewerbe“ vorbehalten, antwortete Alois Lompa, Ein Rechtsanwalt könnte beispielsweise in seinem Wohnhaus ein Kanzlei betreiben. Wie groß der tatsächliche Bedarf sei, müsse allerdings geklärt werden.

Nach eingehender Diskussion gab der Bezirksausschuss dem Planer folgende Vorgaben mit auf den Weg:

► Eine Spiel- und Kommunikationsfläche soll im direkten Anschluss an das bestehende Strontianitfeld angelegt werden.

► Es sollen zwei Ausfahrten Richtung Süden, also auf die bestehende Zufahrtstraße zum Ketternkamp, angelegt werden.

► Ausrichtung und Größe der Grundstücke sollen optimiert werden.

► In Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung soll der Bedarf bezüglich eines Mischgebietes abgeschätzt werden.

Der auf diese Weise überarbeitete Strukturplan soll im Gemeindeentwicklungsausschuss beraten werden, so dass noch in diesem Jahr das Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden kann.

 

Wetfälische Nachrichten vom 24.05.2013
Von Siegmar Syffus