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So. , 25. Jun. 2017



Ehrenamtlicher Einsatz für den guten Zweck

Weihnachtsmarkt auf dem Hörster Platz war wieder ein Erfolg

13Er lockt weder durch Größe noch durch Glimmer oder überladenen Budenzauber. Der Ottmarsbocholter Weihnachtsmarkt besticht alle Jahre wieder durch seine familienfreundliche Atmosphäre, durch ehrenamtliches Engagement und seine karitative Ausrichtung. Denn zum ersten Advent setzen sich viele Menschen uneigennützig für andere ein: für Kinder, Kranke, für ältere Mitbürger und für Notleidende in der Dritten Welt.

Der Einsatz wurde am vergangenen Samstag gebührend belohnt. Denn Hunderte Besucher bummelten zwischen den Ständen, die ausschließlich Selbst gemachtes zu bieten hatten: von Reibeplätzchen und Glühwein bis zu Körnerkissen, Kränzen, Deko-Sternen, Seifen, Mützen, Schals und Holzarbeiten.

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Als Veranstalter des Weihnachtsmarktes bewirtete der Förderverein der Davertschule die Gäste mit Glühwein, Omas Eierpunsch und „Winterzauber“. Der Förderverein der Kita St. Urban reichte köstlich duftende Waffeln, Crêpe, Kinderpunsch und Kakao. Und traditionell war auch Haus Davert wieder mit einem Pommes- und Bratwurststand vertreten.

Ganz besonders legte sich der Heimatverein ins Zeug. So hatte das Backteam mit Bernd Thole, Walter Diekmann, Ludger Lindfeld und Ralf Blankenburg 300 Stutenkerle gebacken, die Sankt Nikolaus (Andreas Brodherr) kostenlos verteilte. „Alle mit Streusel dekoriert, aber ohne Pfeife. Denn bei uns im Dorf gibt es nur nichtrauchende Kinder“, scherzte Diekmann.

Im Spieker bewirteten Frauen des Heimatvereins die Gäste des Adventscafés mit selbst gebackenen Kuchen und Kaffee. „Insgesamt waren 16 Leute von uns im Einsatz. Es ist ein tolles Team, auf das man sich verlassen kann. Alle arbeiten Hand in Hand“, freute sich der Vorsitzende des Heimatvereins, Stefan Frie.

Für heiter-besinnliche Stimmung sorgte die Gruppe MarziPan, die im Spieker und im Backhaus für den guten Zweck musizierte. Die gesammelten Spenden kommen der Senegalhilfe zugute, ebenso wie der halbe Erlös des Adventscafés. Die zweite Hälfte des Ertrages investiert der Heimatverein in die eigene Arbeit.

Ein großes Herz für Kinder zeigten einmal mehr die Landfrauen. Sie backten herrlich knusprige, goldbraune Reibeplätzchen und spenden den Erlös an das Ferienlager St. Urban. Darüber hinaus überreichte die Vorsitzende Ulla Holtermann sechs große Spielzeug-Trecker mit Anhänger an Kita-Leiterin Anja Orthmann.

Die Pfadfinderinnen verkauften an ihrem Stand selbst gebackene Plätzchen, Körnerkissen, Schals und Deo-Stern. Der Erlös wandert zum Teil in die eigene Kasse für neue Pfadie-Blusen. Das übrige Geld wird gespart für die Aktion „Eine Kuh für Ruanda“. Selbst gemachtes bot auch der Strickclub aus Ascheberg an. Der Reingewinn kommt dem Jugendhospiz „Königskinder“ zugute.

Höhepunkt für die Kinder war nach dem Platzkonzert der Blaskapelle Ascheberg mit Einbruch der Dunkelheit die Ankunft des Nikolaus, der zur Horst gekommen war, um alle mit süßem Backwerk zu bescheren. Zuvor forderte er allerdings ein kleine Gegenleistung. Und so erklang aus vielen hellen Kinderstimmen das Lied „In der Weihnachtsbäckerei“.

 

Bericht: Westfälische Nachrichten/Siggi Syffus  /  Foto: Michael Wulfert

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