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So. , 28. Mai 2017



Neuer Kindergarten im Blick

2016 11 18 kindergartenDer wachsende Bedarf an Kindergartenplätzen hält Gemeinde und Einrichtungsträger in Atem: In Senden läuft der Umbau des Musikschulgebäudes zu einer Drei-Gruppen-Kita. Dort sollen die „Steverspatzen“ möglichst schon zur Jahreswende einziehen. In Bösensell wird die Kita St. Johannes erweitert. Und in Ottmarsbocholt zeichnet sich ab, dass selbst die beschlossene Erweiterung des ehemaligen St. Theresa-Kindergartens nicht ausreichen wird. Baubeginn soll Anfang 2017 sein – wenn es die Witterung zulässt bereits im Januar, hieß es auf WN-Anfrage bei der Gemeindeverwaltung.

„Schon im Kindergartenjahr 2018/2019 könnte in Ottmarsbocholt Bedarf nach einer zusätzlichen Zwei-Gruppen-Einrichtung bestehen“,

sagt Bürgermeister Sebastian Täger. Diesbezüglich stehe die Gemeinde im Kontakt mit dem Kreis-Jugendamt. Außerdem hat der Bürgermeister die Politiker des Bezirksausschusses Ottmarsbocholt informiert und sie um Hilfe bei der Suche nach einem möglichen Standort für eine neue Kita gebeten.

Aktuell stehen in Ottmarsbocholt 115 Plätze zur Verfügung. Laut einer vorgezogenen Bedarfsermittlung sind bereits jetzt 113 für das Kindergartenjahr 2017/2018 gebucht. „Es ist zurzeit nicht genau abzusehen, wie sich die Nachfrage bis dahin weiterentwickelt“, räumt Täger ein. Es sei damit zu rechnen, dass durch den Zuzug von Familien in das gerade entstehende Wohngebiet Sudendorp zusätzliche Kita-Plätze notwendig werden. Ferner sei davon auszugehen, dass auch in Ottmarsbocholt der Bedarf an U3-Betreuung steigt. Denn während in Senden 43 Prozent der unter Dreijährigen eine Kita besuchen, sind es in Ottmarsbocholt aktuell nur 35 Prozent. „Doch es gibt auch hier einen klaren Trend zu höherem Betreuungsaufwand“, betont der Bürgermeister. Aus diesen Gründen sei die Gemeinde im Gespräch mit möglichen Trägern für eine neue Zwei-Gruppen-Einrichtung.

„Bei einem Neubau wäre ein ähnliches Modell wie in Senden im Buskamp denkbar“, peilt Täger einen auch andernorts immer häufiger praktizierten Weg an. Demnach nimmt die Gemeinde Kontakt mit einem potenziellen Investor auf, der die Kita baut und langfristig an den Träger – zum Beispiel das DRK – vermietet. Wenn das Gebäude später nicht mehr für eine öffentliche Nutzung benötigt wird, kann es der Investor als Wohngebäude vermieten oder verkaufen.

Der Bezirksausschuss Ottmarsbocholt gab dem Bürgermeister einstimmig das Votum mit auf den Weg, die Bemühungen um einen neuen Kindergarten „zeitnah voranzutreiben“.

 

Bericht + Foto: Westfälische Nachrichten/Siggi Syffus

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