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Do. , 17. Aug. 2017



35-Jähriger aus Ottmarsbocholt wird vermisst

In großer Sorge um Steven

2016 10 18verm kEr ist verschwunden – spurlos. Steven Keute wird vermisst und von seinen Geschwistern sowie mit einigen Unterstützern gesucht. Denn wie ein Lauffeuer hat sich der Aufruf, nach dem 35-Jährigen Ausschau zu halten, in sozialen Netzwerken verbreitet. Vielfach wurde der Such-Aufruf in „Du bist Sendener, wenn . . .“ geteilt. Einen Hinweis hat Isabelle Rölf, Schwester des Wahl-Ottmarsbocholters, bislang nicht erhalten. Sie hat bereits am Montag bei der Polizei eine Vermisstenanzeige aufgegeben.

Vor allem die Beamten in den Streifenwagen sind inzwischen gebrieft. Seitens der Polizei ist es aber nicht üblich, sofort weitere Maßnahmen einzuleiten, wenn ein Erwachsener von seinen Angehörigen vermisst wird, erklärte Polizeisprecher Ralf Storcks auf WN-Anfrage. Es liege kein Hinweis auf eine Straftat vor. Nichtsdestotrotz seien auch die Behörden in Münster und den benachbarten Kreisen über die Vermisstenanzeige informiert worden. Auch das Kennzeichen des Wagens, mit dem Steven Keute vermutlich unterwegs ist, sei weitergegeben worden. Es soll sich um einen silbernen Mercedes der A-Klasse (MS-DN-1810) handeln.

Der 35-Jährige hatte nach Auskunft eines Zeugen am Montag – wie gewohnt – gegen 6.15 Uhr seine Wohnung verlassen, war dann aber, ohne irgendeine Nachricht zu hinterlassen, nicht am Arbeitsplatz in Ascheberg erschienen.

Dass sich ihr Bruder, der etwa 1,80 Meter groß ist, einfach eine Auszeit genommen hat, eine Zeit lang abgetaucht ist, glaubt Isabelle Rölf nicht. „Das passt einfach nicht zu ihm, dafür ist er zu gewissenhaft in jeder Hinsicht“, betont die Angehörige.

Sie hat sich nicht nur in der Online-Welt auf die Suche gemacht, sondern auch am Wohnort in Ottmarsbocholt. Dort kennen viele den jungen Mann, der sowohl aktiv im Karneval ist als sich auch als langjähriger Volleyball-Spieler und -Trainer im Sportverein Blau-Weiß Ottmarsbocholt engagiert hat, wie Isabelle Rölf gegenüber den WN schildert. Bei Bäcker, Tankstelle und anderen Anlaufstellen in dem Ortsteil habe sie auf Hinweise auf den Aufenthaltsort ihres Bruders gehofft – vergeblich, obschon viele Befragte das Gesicht erkannt hätten.

Stunde um Stunde des Wartens und Bangens zerrt an den Nerven der drei Geschwister von Steven Keute, der mit ihnen in Hiltrup aufwuchs und später nach Ottmarsbocholt zog.

„Wir sind alle sehr besorgt“, fasst Isabelle die Lage in der Familie zusammen. Dazu trage auch bei, dass der Vermisste sein Handy in seiner Wohnung gelassen und von dort wohl nichts, was beispielsweise auf eine Reise hindeutet, mitgenommen habe.

Hinzu komme, dass Steven Keute mit dem Mercedes seines Bruders unterwegs ist, der den Wagen am Montagabend zurückerwartet hat. Der 35-Jährige wisse, dass sein Bruder auf das Fahrzeug angewiesen sei – weshalb er es eigentlich nicht länger als verabredet behalten hätte, unterstreicht die Schwester. Sie ergänzt, dass Steven Keute keine medizinische Hilfe oder sonstige Unterstützung braucht. „Er ist gesund und fit, alles ganz normal.“

Weshalb Steven Keute seit Montagmorgen wie vom Erdboden verschluckt ist, darauf können sich Isabelle Rölf und die weiteren Freunde keinen Reim machen.

Quelle: Westfälische Nachrichten (Dietrich Harhues, Siegmar Syffus)

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