logo 2013 11 19 standard

Di. , 23. Mai 2017



Radwanderung der Kolpingfamilie

Durch Tunnel und über Viadukte auf der Nordbahntrasse

2016 06 15 kleem01 kAuf dem Parkplatz "Hölschers Kuhle" in Ottmarsbocholt trafen sich am Freitag, kurz vor neun, 13 RadlerInnen zur Radwanderung der Kolpingsfamilie über die "Nordbahntrasse" in Wuppertal. In drei PKWs mit Radanhänger fuhr man zum Treffpunkt in der Nähe des Bahnhofes Schee bei Sprockhövel. Als bürgerschaftliches Engagement "von Bürgern für Bürger" ist eine stillgelegte Bahnstrecke zum Fuß-, Rad- und Skaterweg mit Hilfe vieler Sponsoren und der Stadt Wuppertal nach einigen Jahren Bauzeit auf einer Strecke von rund 22 Kilometern im vergangenen Jahr realisiert worden. Fünf Tunnel mit einer Gesamtlänge von ca. 2.000 Metern wurden durchradelt.

Um ein wenig vom Bauwerk der Viadukte und der alten Betonplattenbrücke, die jetzt mit Graffitikunst zur "Legobrücke" gesprüht wurde, über die man radelte, zu sehen, hatte der Tourenleiter Klemens Rave Internetausdrucke mitgebracht. 2016 06 15 kleem02 k

Von den Viadukten hatte die Gruppe bei Sonnenschein einen interessanten Ausblick über die Dächer der einzelnen Stadtteile und einen tiefen Einblick in die Straßenschluchten. Am alten Fachwerkgebäude Mirker Bahnhof aus den Jahren 1876/1879, in dem jetzt unter dem Begriff "Utopiastadt" ein Kreativnetzwerk aus Ateliers, Gastronomie und eine Fahrradwerkstatt untergebracht sind, wurde eine kurze Pause eingelegt.

Aus Richtung Bahnhof Schee zum Wendebahnhof der Schwebebahn im Stadtteil Vohwinkel lies es sich gut radeln, da die Strecke meist ein wenig Gefälle hat. Nach der Mittagspause fuhr man mit der Schwebebahn durch die Sonnborner Straße und über die Wupper an den Bayerwerken vorbei bis zum Hauptbahnhof und wieder entgegengesetzt. Zurück, diesmal per Rad unter den Gerüsten der Schwebebahn in der Sonnborner Straße her, wieder am Mirker Bahnhof, erwartete uns der in den letzten Tagen angefragte Kolpingbruder Lothar Dröse und führte uns zur St. Laurentius-Kirche im Stadtteil Elberfeld. Sie war Adolph Kolpings erste Wirkungsstätte. Mit einem Kolpinglied gedachten die Radler seiner. Am Jubiläumsbrunnen vor dem alten Rathaus und den in Bronze gegossenen Originalen "Mina Knallenfalls" und "Zuckerfritz" vorbei tippelte die Gruppe in die Elberfelder Geschäftsstraßen.

2016 06 15 kleem04 kMit Warnleibchen radelte sie über Hauptstraßen zur Gerichtsinsel und ging im wahrsten Sinne des Wortes "über die Wupper", aber nicht um ein Gerichtsverfahren zu verlieren oder Insolvenz anzumelden, sondern um weiter über die Friedrich-Engels-Allee zum "Engels-Haus" mit dem Museum für Frühindustrialisierung in Barmen und zum Tanztheater Pina Bausch zu radeln. Lothar gab hier und im Kolpinghaus und der Kirche St. Antonius kurze Erläuterungen zu den Zeitepochen, Baustilen und zur Geschichte. Zum Abschluss wurde sich im Alten Brauhaus, im historischen Gebäude des alten Barmer Hallenbades, bei frischem Märzenbier und leckerem Essen gestärkt. Mit starker Motorunterstützung oder schwer schiebend wurden auf kurzer Strecke, raus aus dem Tal zur Nordbahntrasse, ca. 45 Höhenmeter überwunden.

 

2016 06 15 kleem03 k 2016 06 15 kleem05 k 2016 06 15 kleem06 k

2016 06 15 kleem07 k 2016 06 15 kleem08 k

Bericht und Fotos: Kleems Radtouren

  • Keine Kommentare gefunden
Kommentar hinzufügen