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Mi. , 17. Jul. 2019



Neue Lust am Sport

Stark im Dribbeln und Laufen

2014-06-06 handballturnier kGesundheit ist Trumpf: Sehr früh Kinder für den Sport zu begeistern ist das Ziel des Mini-Handballturniers. Das kommt mittlerweile bei den Grundschülern immer mehr an. Sie rannten, was das Zeug hält, Pässe kamen zielgenau an, das Dribbling war stark. Auf Ergebnisse und Tore aber kam es Mittwoch nicht an. Es zählten Bewegung und Spaß.
Beim Mini-Handballturnier der Sendener Grundschulen lieferten sich mehr als 300 Schüler aus den dritten Klassen einen spannenden Schlagabtausch.

Das sportliche Spektakel hatte der ASV Senden in Kooperation mit den Grundschulen sowie der Gemeinde organisiert. Das kommt so gut an, dass jetzt überlegt wird, das Mini-Handballturnier als ständige Einrichtung im Schulalltag zu etablieren.

In den vergangenen Wochen pendelten Anet Sander, Koordinatorin im Bereich der D- und E-Jugend beim ASV sowie Lehrwartin im Kreis, und Melanie Wierzejewski, E-Jugend Trainerin, ständig zwischen Marien-, Davert-, Bonhoeffer- und der Bösenseller Grundschule hin und her. Im Unterricht vermittelten die beiden Trainerinnen den Kindern die Grundlagen des Handballsports und bereiteten die Schüler auf den Mannschaftssport vor. Nach den Theoriestunden konnten die Grundschüler ihr Wissen am Mittwoch in die Tat umsetzen. „Das hat super geklappt. Die Kinder haben toll mitgemacht", freute sich Anet Sander, „auch Schulleiter, Klassenlehrer und die Gemeinde haben uns gut unterstützt".

Sieger, Regeln und Ergebnisse interessierten beim Turnier der Grundschüler nicht. „Es geht darum, dass sich die Kinder bewegen und sich austoben können", betonte Sander. „Wir wollen die Kinder dauerhaft dazu bringen, Sport zu treiben." Hans-Joachim Jungblut, Abteilungsvorsitzender des ASV und Erziehungswissenschaftler, sagte, dass es das vorrangige Ziel sei, die Kinder sehr früh für Sport zu begeistern und sie fein- und sportmotorisch zu schulen.

Leon Koch verlässt gerade das Feld. Das Spiel ist aus. Der Neunjährige hat für die Davertschule sein Bestes gegeben. Gebannt verfolgt er die nächste Begegnung. „Ich finde Handball echt gut. Man kommt schneller durch. Beim Fußball muss man viel mehr dribbeln." Nico Buricke aus der 3c der Marienschule nickt: „Beim Handball kann man sehr viele Tore machen, mehr als beim Fußball." Für Handball hatte Milly Kaiser bisher nicht viel übrig. „Eigentlich fand ich den ziemlich doof. Aber jetzt finde ich ihn gut", sagt die Neunjährige.

Die Bonhoeffer-Grundschule sowie die Marienschule nahmen mit drei Klassen an dem Mini-Handballturnier teil. Die Davertschule stellte zwei Klassen und aus Bösensell kam eine Klasse nach Ottmarsbocholt.

Sechs bis acht Schüler waren immer auf dem Feld – die Mannschaften gemischt. „Die Kommunikation war das Schwierigste. Da Jungen nicht unbedingt die Mädchen anspielen wollen", so Sander. „Aber das haben wir gut in den Griff bekommen. Die Mädchen haben super mitgemacht."

Bericht + Foto: WN/Daniela Reichert

Ausbildung in Ottmarsbocholt