Umweltaktion Ottmarsbocholt

Hundekot in Tüten erzürnt die Müllsammler

2014-03-23 aktion saubere landschaft kStefan Frie ist auf 180: „Das ist einfach ein asoziales Verhalten“, wettert der Vorsitzende des Heimatvereins. Auslöser seines Unmutes sind einige Hundebesitzer, die zwar, wie vorgesehen, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere in den dafür vorgesehenen Plastiktüten einsammeln, diese dann jedoch nicht in die aufgestellten Behälter entsorgen, sondern ins nächste Gebüsch werfen. „Das ist einfach nur eklig für die, die das hinterher wieder einsammeln dürfen“, so der Ottmarsbocholter aufgebracht.


Dass das Problem der schwarzen Tüten immer größer wird, ist die einhellige Meinung der gut 25 Helfer von Heimatverein und Jugendfeuerwehr, die am Samstag durch Ottmarsbocholt zogen und Gräben und Wegränder von Müll und Unrat befreiten.

Glas und Dosen wurde dabei ständig weniger, so die Beobachtung der letzten Jahre. „Dafür finden wir immer mehr McDonalds- und Pizzaverpackungen und eben die besagten schwarzen Tüten“, so Frie. Auf dem Weg vom Sportplatz zur Venner Straße fanden sich auf einer Fläche von etwa Zimmergröße alleine zwölf der stinkenden Tüten.
Doch nicht nur einige Hundebesitzer machen die Arbeit der Helfer schwerer: Auch bei Autofahrern scheint das Wort „Rücksicht“ immer weniger zu gelten. „Obwohl wir alle mit Warnwesten rumliefen und am Fahrzeug die Warnblinker anhatten, ist nicht ein Autofahrer vom Gas gegangen, als er an uns vorbeibrauste“, so die Beobachtung einiger Helfer an stärker befahrenen Strecken. Aus Gründen der Sicherheit ist in diesem Jahr schon die Nordkirchener Straße von der Säuberungsaktion ausgenommen worden, wenn sich an der Entwicklung nichts ändert, könnten in den kommenden Jahren weitere Strecken folgen. Von 9 bis 12 Uhr waren die fleißigen Helfer in und um Ottmarsbocholt aktiv. Danach trafen sich alle wieder am Spieker, wo Stefan Frie inzwischen die Glut im Grill angefacht hatte und die Rückkehrer mit Grillwürstchen empfing.

 

Quelle: Westfälische Nachrichten