Ludger Janning repräsentiert Senden als dritter stellvertretender Bürgermeister

„Zugang zu den Menschen finden“

2020 12 30 elvisLudger Janning ist ist ein kontaktfreudiger Zeitgenosse und pflegt einen betont unkomplizierten Umgang. Im weitläufigen Freundes- und Bekanntenkreis wird er daher nicht mit seinem korrekten Namen, sondern mit „Elvis“ angesprochen. Wie es zu dem Spitznamen gekommen ist, weiß der 59-Jährige nicht mehr so genau: „Der ist irgendwann entstanden, als ich Jugendlicher war. Viele Leute wissen gar nicht, dass ich eigentlich Ludger heiße“, verrät er mit verschmitztem Lächeln. „Ich bin ein Dorfkind, ein echter Ottmarsbocholter Jung‘, habe aber kein Kirchturmdenken“, betont Sendens dritter stellvertretender Bürgermeister, der das Amt schon in der vergangenen Legislaturperiode ausgeübt hat und in dieser Funktion die, wie er sagt, „Großgemeinde Senden“ vertritt.

Ludger Janning hat ursprünglich bei Ford Fischer in Münster den Beruf des Groß- und Einzelhandelskaufmanns gelernt. Seit 33 Jahren verdient er seine Brötchen allerdings als freiberuflicher Brandschutz-Fachberater. „Ich bin rund um Münster unterwegs und verkaufe Feuerlöscher, prüfe und warte die Geräte“, berichtet der Vater von drei erwachsenen Kindern. „Man kommt viel rum, lernt viele Leute kennen. Und meine Kunden mögen mich, weil ich ein lustiger Vogel bin. Das ist so, wenn man mitten im Leben steht und eine eigene Meinung hat“, schildert der 59-Jährige unumwunden seine Lebensphilosophie.

 

Als gebürtiger Ottmarsbocholt ist er dem Karneval eng verbunden: „Seit 25 Jahren bin ich Conférencier bei den Eckenfesten der Neustraße. 1996 war ich sogar Karnevalsprinz“, erzählt Ludger Janning, der in seiner Freizeit unter anderem mit seinem Kegelclub gerne gesellig in die Vollen geht.

Seit 1998 ist er Mitglied der SPD . „Das war ein Entschluss, der langsam gereift ist, weil es im Leben neben Familie und Beruf auch noch andere Dinge gibt.“ Warum gerade die SPD ? „Ich bin geprägt durch Willy Brand und die Ära Schmidt“, sagt Ludger Janning. „Ich finde, dass man sich um Leute kümmern muss, denen es schlechter geht“, skizziert er sein politisches Profil. 1999 arbeitete er erstmals als sachkundiger Bürger im Bezirksausschuss seines Heimatdorfes mit. Und schon 2001 wurde er zum SPD-Ortsvorsitzende von Ottmarsbocholt gewählt. Seit 2004 ist Ludger Janning Mitglied des Sendener Gemeinderates. 2014 wurde ihm das Amt des dritten stellvertretenden Bürgermeisters anvertraut.

„Ich mache das gerne, weil es toll ist, zu den Leuten zu gehen und sich mit ihnen auszutauschen. Besonders gerne bin ich bei den Senioren, mit denen ich Platt spreche. Das ist ein schöner Zugang zu den Menschen. Das tut gut“, hebt Ludger Janning ausdrücklich hervor. Stellvertretend für Bürgermeister Sebastian Täger und im Wechsel mit seinen Amtskollegen Alois Brinkkötter und Josef Schulze Mönking gratuliert er Altersjubilaren ab 90, Gold- und Diamanten-Paaren und ist bei diversen Vereinsveranstaltungen anwesend. „Parteipolitik hat da nichts zu suchen. Wir sind im Namen der Gemeinde da und vertreten alle Bürger“, betont er.