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Mo. , 10. Aug. 2020



Musiker von „MarziPan“ unterstützten Senegalhilfe

Emotionaler Besuch endet vorzeitig

2020 04 06 marzipan kOstern steht vor der Tür und die Corona-Krise erfasst nahezu alle Bereiche des privaten und öffentlichen Lebens. Da mutet es es wenig seltsam an, dass einige (sozial engagierte) Zeitgenossen Weihnachten und das ferne Afrika im Sinn haben. Die Rede ist von den aus Ottmarsbocholt und Ascheberg stammenden Mitglieder der Instrumentalgruppe MarziPan, die die Senegalhilfe unterstützen und die betreuten Straßenkinder schon jetzt mit musikalisch mit ihrer soeben fertiggestellten Weihnachts-CD musikalische grüßen wollen.

Seit über 20 Jahren besteht MarziPan bereits. Und jährlich fließt das erspielte Spendengeld in unterschiedliche Hilfsprojekte. Durch freundschaftliche Kontakte zu Josef Klaverkamp in Ascheberg, Mitglied des Vereins „Hilfe für Senegal“, entschloss sich die Gruppe, die erspielten Spendengelder ab 2017 dieser Hilfsorganisation zukommen zulassen. Ein Großteil des Geldes wurde für die Ausstattung eines Klassenraumes der Grundschule Keur Massamba Gueye in Thies benötigt.

„Die Senegalhilfe werden wir auch weiterhin unterstützen“, betont Walburga Dabbelt , die mit ihrem Mann Reinhard sowie mit anderen Ehrenamtlichen im März die Einrichtungen in Afrika besucht hat. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten allerdings sie sehr übereilt früher abreisen, da der Flughafen in Dakar dicht gemacht wurde. „Wir wollen sehen, wo das Geld geblieben ist“, so Dabbelt, die auch weiterhin auf die Spendenbereitschaft der Menschen im Münsterland hofft. Für die WN hat die Ottmarsbocholterin folgenden Bericht über die Senegal-Reise verfasst:

„Vor Ort konnten wir uns über die Verwendung der ,MarziPan-Gelder‘ in der Grundschule in Thies überzeugen. Die Überraschung war riesig, als wir das Namensschild mit der Aufschrift ,MarziPan‘ über dem Eingang des Klassenraumes hängen entdeckten. Die vierte Klasse die dort unterrichtet wird, zeigte mit Stolz ihren Klassenraum und bedankte sich mit wunderschönen Gesängen. Die Emotionen auf beiden Seiten schwappten förmlich über. Es ist sicher nicht der letzte Klassenraum der gebaut und eingerichtet werden muss. In naher Zukunft sind sogar drei weitere Klassenräume geplant.
Berührende Begegnungen erlebt

Nach diesem ganz besonderen Erlebnis wurden weitere Projekte tatkräftig unterstützt und begleitet. Neben zwei Baumpflanzaktionen in einer Krankenstation und auf einem Schulgelände wurden Reis und weitere Hilfsgüter in unterschiedliche Dörfer und karitative Einrichtungen verteilt. Es wurde ein Brunnen und einer Müllverbrennungsanlage für medizinische Abfälle eingeweiht, und es fand ein Besuch bei einem Optiker statt, der auf gespendete Brillen angewiesen ist, um diese zu überarbeiten und in die Bevölkerung zu geben. Eine besondere Herausforderung war das Abdichten eines Flachdaches in der Krankenstation von Touba Toul mit Schweißbahnen bei einer Außentemperatur von 40 Grad. Neben diesen Aktivitäten gab es auch ein wunderschönes Fest anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Vereins Hilfe für Senegal. Organisatoren waren insbesondere die senegalesischen Freunde in Thies.

Ein besonderes Highlight war der Besuch des Straßenkinderprojektes in M`Bour. Eine Hamburgerin hat dieses Projekt vor elf Jahren ins Leben gerufen und betreut mit Hilfe senegalesischer Mitarbeiter 25 Straßenkinder. Unterstützung erfährt sie unter anderem durch den Verein Hilfe für Senegal und MarziPan. Dieser Tag war der krönende Abschluss der Reise in den Senegal, geprägt von Freude, Dankbarkeit und Abschiednehmen – bis zum nächsten Wiedersehen.“

Quelle: WN/Sigmar Syffus