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So. , 15. Sept. 2019



Sommerkirche in Ottmarsbocholt

Heimat ist, wo man lebt und glücklich ist

2019 08 open air kirche kAn die 400 Menschen waren am Sonntag zu dem Open-air-Gottesdienst am Spieker gekommen. Der letzte Gottesdienst im Rahmen der Sommerkirche stand am Anfang des großen Events von Landwirtschaftlichem Ortsverein, Landfrauen und Heimatverein und bildete einen wunderbaren Auftakt, zumal es genügend schattenspendende Bäume gab.
Pfarrer Klemens Schneider begrüßte die Besucher, welche aus allen vier Teilgemeinden hierhergekommen seien. „Und die Venne ist heute sogar international", weil Schwestern von Ver-bum Dei aus Kongo, Chile, Mexiko, Peru und aus England darunter seien. Bezugnehmend auf das zentrale Thema dieses Tages, die Heimat, ging Schneider näher auf deren Bedeutung
ein. Heimat sei viel mehr als ein bestimmter geografi-scher Ort und mehr als der Ort der Kindheit. Heimat entwickle sich in menschlichen Beziehungen, woraus Kraft geschöpft werden könne.

„Daheim bist du dort, wenn man sich freut, wenn du wiederkommst". Es sei nicht so, dass für ein Zuhause zuerst die vier Wände wichtig seien. Diese Einschätzung des Pfarrers deckte sich mit Wortmeldungen von Gottesdienstbesuchern, für die Heimat dort ist, „wo ich mich angenommen fühle". Jemand anderes sagte: „Wo man lebt und glücklich ist".
Weil für Menschen Heimat aber auch bedeuten könne, ihren Dialekt sprechen zu können (und er sich da doch nicht so sattelfest fühlt) holte sich Pfarrer Schneider zum Schluss Hilfe von Josef Füstmann - um den Dank an den Kirchenchor und alle Beteiligten auf Plattdeutsch rüberzubringen. Dieser Bitte kam der Sendener Landwirt - der von einem Ottmarsbocholter Bauernhof stammt und das „Platt" perfekt beherrscht - wieder gerne nach. Wie vor einigen Wochen bei einem anderen Gottesdienst der Sommerkirche in Senden auch schon einmal. „Welche Ehre heute Morgen", sagte er. Und zwar auf Hochdeutsch - damit der Pfarrer ihn auch richtig verstehe. Wenn das jetzt so weitergehe, werde er ja in Zukunft vielleicht noch dessen „Handlanger". Der Unterstützung Füstmanns kann sich der Pastor jedenfalls immer sicher sein.

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