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Di. , 20. Nov. 2018



Schenkwaldspielschar stimmt sich auf neue Saison ein

Plattdeutsches Theater zieht Besucher in Scharen an

2018 04 26 schenkwald k„Plattdeutsch ist immer noch ein Kult und beliebt bei Jung und Alt". Mit diesem Fazit blickte Schriftführerin Julia Busch auf eine wiederum erfolgreiche Spielzeit der Schenkwaldspielschar zurück. Über 1100 Zuschauer hatten die neun Aufführungen vom „Chaos in't Bestattungshuus" verfolgt und bei den von Habgier und Korruption geleiteten Eskapaden Tränen gelacht.

Seit einigen Jahren bewegen sich die Besucherzahlen auf diesem hohen Niveau, „und damit sind wir auch am Limit", erklärte der zweite Vorsitzende Werner Althoff auf der Generalversammlung. „Mehr geht nicht".

Zwar sei es theoretisch durchaus möglich, in Vollmers Saal mehr Stühle aufzustellen, doch mache dieses keinen Sinn. Eine Vergrößerung der Kapazität würde mit drastischen Einbußen beim Komfort bezahlt wer den, weil die Zuschauer dann „wie die Heringe" sitzen müssten. Deshalb sei es keine Option, „den Saal bis zum letzten Anschlag vollzustopfen", betonte Althoff.

Beim Kartenvorverkauf gibt es zur nächsten Spielzeit (Premiere ist am 2. November) eine Änderung. Um den ersten Ansturm besser bewältigen zu können, wird mit einem Termin im Spieker am 30. September (Sonntag) von 11 bis 14 Uhr gestartet. Was an Karten übrig ist, kann anschließend wie gewohnt bei „my store" und in der Gaststätte Vollmer erworben werden.

Auf eine weitere Änderung müssen sich die Besucher bei der telefonischen Vorbestellung einstellen. Es wird nicht mehr möglich sein, sich Karten bis zum Aufführungsbeginn zurück legen zu lassen. „Wer sich telefonisch Plätze reservieren lässt, muss die Karten danach innerhalb einer Woche in der Vorverkaufsstelle abholen. Ansonsten gehen sie wieder zurück in den freien Verkauf", teilte die Vorsitzende Hedwig Klaas mit. Zu diesem Schritt sehe man sich veranlasse nach dem in der Vergangenheit eine größere Anzahl von Plätzen frei geblieben sei, weil die Personen nicht gekommen seien und ihre Reservierung auch nicht storniert hätten.

Während die Zuschauer in Scharen kommen, leiden die Reihen der Aktiven unter einem gewissen Mangel. „Wir suchen dringend weibliche Spieler", so der Appell von Klaas. Dabei sei es gar nicht einmal erforderlich, Plattdeutsch sprechen zu können, das könne man lernen. „Frauen sollten sich ruhig trauen, uns anzusprechen". Sehr willkommen sind zudem handwerklich talentierte Personen, die hinter den Kulissen beim Bühnenbau mit anpacken.
Nach dem Motto „Viele Hände gleich schnelles Ende" sehnt man sich nach Verstärkung, weil diese Last momentan von ganz wenigen Schultern getragen wird.


Ehrungen und Vorstandswahlen

Für 30-jährige Zugehörigkeit zur Schenkwaldspielschar wurden Hildegard Holtschulte und Manfred Tippkötter geehrt. 20 Jahre dabei sind Brigitte Schumacher und Nicole Wimber. Auf zehn Jahre blicken Andreas Wichmann und Julia Busch zurück.
Bei den Vorstandswahlen wurden Hedwig Klaas als Vorsitzende und Julia Busch als Schriftführerin bestätigt. Kassenprüfer sind Norbert Weber und Pia Lordiek.

Quelle: Westfälische Nachrichten

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