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Sa. , 25. Nov. 2017


Portrait St. Urban 

p urban 01 kDie Pfarrei St. Urban - erste Erwähnung im Jahr 1188.
Damit feiern wir in 2013 das 825-jährige Bestehen.

Zum ersten Mal hören wir von der Existenz einer Pfarrei bzw. eines Kirchspiels in Ottmarsbocholt in einem Verzeichnis von Einkünften, Rechten und Besitzungen des Grafen Heinrich von Dale aus dem Jahre 1188. Dort findet man die  Erwähnung einer "parrochia" (Ortskirche, Pfarre oder Kirchspiel). Eine "parrochia" setzt einen "parrochus" (Pfarrer) voraus, der eine "ecclesia" (Kirche) verwaltet und eine Kirchengemeinde geistlich betreut. *

Heute wird dieses Dokument im Rijksarchiv in Utrecht in den Niederlanden aufbewahrt. Die Handschrift besteht aus vier Pergamentblättern, deren acht Seiten vollständig mit je zwei Spalten beschrieben sind.

Die Katholische Pfarrkirche St. Urban mit ihrem schönen Turm aus Baumberger Sandstein ist der markanteste Baukörper Ottmarsbocholts. Erbaut wurde sie 1886-1889. Schon im Jahre 1884 begann man, in einer extra für den Kirchbau errichteten Ziegelei am damaligen Ortsrand, den heutigen vorderen Flächen am Davertweg und an der von-Galen-Straße, die erforderlichen Feldbrandsteine herzustellen.

Die Einweihung des neuen Kirchengebäudes fand statt am 9. Juni 1891. Namenspatron ist Papst Urban (222-230), Patron der Winzer.
1481 neuDie Vorgängerkirche unserer heutigen Kirche ist 1491 erbaut worden. Über ihre Bauzeit gab ein Türsturz Nachricht : "Do men scref dusent verhundert negentich unde eene, Do wort gelacht to desser Kerken de eirste steen".

Die Vorgängerkirche wurde 1885 abgebrochen. Der dreigeschossige spätgotische Turmschaft aus Werkstein mit der Jahreszahl 1481 (Grundstein neben dem Hauptportal) und der achteckige Turmhelm von 1522 blieben stehen.
Schaft und Helm stehen in einem ungewöhnlichen Größenverhältnis von 2:3 zueinander. Vor allem auf diesen weithin sichtbaren, für eine Dorfkirche ungewöhnlich hohen Turm von 55 , mit Kreuz 60,31 m sind die Ottmarsbocholter stolz.

Nach mehrfachen "Renovierungen" ist heute leider nicht mehr viel von dem damaligen schönen Kirchenschiff übrig geblieben...

Ein besonderes Stück der Kirche ist sicherlich das Kruzifix über dem Hochaltar. Der Corpus wurde 1260-70 gefertigt.

Eine einschneidende Veränderung erfuhr die Kirchengemeinde St. Urban im Januar 2011: Mit Pastor Ulrich Terlinden wurde am 09. Januar 2011 der letzte Pfarrer von St. Urban verabschiedet. Dass heißt, dass in der über 800-jährigen Geschichte unserer Ortskirche von nun an Ottmarsbocholt keinen eigenen Pastor mehr hat...
Sankt Urban wird nun ein Teil der "Kirchen-Groß-Gemeinde St. Laurentius Senden".

 

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 *(Aus "St. Urban, 800 Jahre" im Artikel von Dr. Haller, Seite 15).