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Mo. , 24. Jul. 2017



Kollegin überzeugt als Kandidatin

Melanie Bassenhoff ist neue Wirtschaftsförderin der Gemeinde Senden

2016 01 06 melanie bassenhoffDie Kandidatin aus dem eigenen Haus behält die Nase vorn: Die neue Wirtschaftsförderin der Gemeinde Senden heißt Melanie Bassenhoff. „Sie hat sich durchgesetzt“, fasst Sebastian Täger, Bürgermeister und selbst Vorgänger auf diesem prominenten Posten, das Verfahren zusammen. Die Konkurrenz war stark. „Wir hatten mehrere gute Bewerber“, betont Sebastian Täger auf Anfrage der Westfälischen Nachrichten.

Die Stelle war breit ausgeschrieben worden, 32 Bewerberinnen und Bewerber warfen ihren Hut in den Ring. Für die Rathausspitze ein Indiz dafür, dass sich Senden als Gemeinde und als Arbeitsstätte durchaus eine höhere Anziehungskraft zugute halten kann.

Neun derjenigen, die ihre Unterlagen eingereicht hatten, gelangten in die zweite Runde: Sie erhielten die Gelegenheit, im Vorstellungsgespräch mit Persönlichkeit und Kompetenz zu punkten.

Das Finale trugen dann noch drei Bewerber – „die waren alle gut“ – unter sich aus, schildert der Bürgermeister das Auswahlverfahren, das vor Vertretern der Kommunalverwaltung und unter Einbeziehung der Fraktionsvorsitzenden als Vertreter der Kommunalpolitik abgelaufen sei.

Die Kandidatin aus dem Kollegen-Kreis weise durch ihre Ausbildung die notwendige Qualifikation auf, bringe durch ihre bisherige Tätigkeit im Bau-Ressort darüber hinaus planungsrechtliche Kenntnisse mit, die oftmals in die Wirtschaftsförderung hineinspielten, wie Täger weiter ausführt. Was ebenfalls für Bassenhoff ins Gewicht fiel, sei, dass die 30-Jährige auch wissenschaftlich ein Spross der Online-Generation sei: Ihre Examensarbeit fürs Master-Diplom dem Thema „Web 2.0 in der öffentlichen Verwaltung“ gewidmet. Die Facebook-Seite der Gemeinde wird bereits von der gebürtigen Ottmarsbocholterin betreut.

Ob sie allein die enorme Aufgabe stemmen, der Bereich Wirtschaftsförderung über die volle Stelle von Melanie Bassenhoff hinaus personell aufgestockt oder in der Verwaltung umstrukturiert wird, muss noch politisch beraten werden, steckt Sebastian Täger das weitere Vorgehen ab. Das Beratungsbüro ExperConsult, das die Gemeinde bei der Ausrichtung der Wirtschaftsförderung unterstützt, hatte dafür plädiert, diese ressortübergreifende Stelle in der Kommunalverwaltung auszubauen, was die Zahl der Köpfe und das Budget betrifft.

Ebenfalls muss noch eine Nachfolgerin in der Abteilung Bauen und Planen gefunden werden.

Der neuen Wirtschaftsförderin ist bewusst, wie weit das Aufgabenspektrum auf ihrem neuen Posten reicht. Deshalb will sie gemeinsam mit Sebastian Täger strukturiert an die Herausforderungen herangehen. Dazu werde eine Prioritätenliste erstellt, nach der die Kapazitäten eingesetzt werden. Eines sei jetzt schon glasklar: „Es gibt genug zu tun“, betonen Bassenhoff und Täger unisono.

Als besonders wichtig betrachtet die neue Managerin eine enge Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein und innerhalb der Verwaltung.

Zur Person:

► Abitur am Joseph-Haydn-Gymnasium (2004);

► Ausbildung im gehobenen Dienst bei der Gemeinde Senden (bis 2007) mit Abschluss als Diplom-Verwaltungsbetriebswirtin an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung;

► Berufsbegleitendes Studium (2011 bis 2013) an Verwaltungswirtschaftsakademie als Master in Public Administration absolviert.

 

Bericht + Foto: Westfälische Nachrichten/Dietrich Harhues