logo 2013 11 19 standard

Sa. , 21. Okt. 2017



Juliane Schülting als Sekrektärin der Davertschule verabschiedet

Hilfsbereit und engagiert

2008-01-31 juliane schuelting k„Du wirst uns fehlen“, bedauerten gestern die 170 Schüler und Schülerinnen der Davertgrundschule. Mit einem Strauß farbenprächtiger Rosen bedankten sich die Mädchen und Jungen für das langjährige Engagement ihrer Schulsekretärin Juliane Schülting. Genau am 1. April 1980 hatte die gebürtige Ottmarsbocholterin ihren zweiten „ersten Schultag“. „Drei Generationen an Schulleiterinnen hat sie dabei erlebt“, berichtet die amtierende erste Frau der Schule, Angelika Trillsch.
„Als ich vor drei Jahren hier als Leiterin anfing, hat mich Juliane Schülting gleich zu einer Radtour durch Ottmarsbocholt eingeladen“, erinnerte sich Angelika Trillsch. Per Drahtesel lernte sie so nicht nur ihren neuen Arbeitsplatz kennen. Auch das Wohn- und Lebensumfeld in der Gemeinde konnte sie so erfahren. Noch heute schwärmt Angelika Trillsch von der Hilfsbereitschaft ihrer damaligen Reiseleiterin.


Doch mit dem Erreichen des 70. Lebensjahres ist nun Schluss. Es hieß Abschied nehmen von „ihren“ Kindern und dem zwölfköpfigen Lehrerkollegium. Tagelang haben die Schulkinder Gedichte gelernt oder gemeinsam mit Astrid Overbeck in der Tanz-AG an der Choreografie geübt. Alles nur aus einem einzigen Grund: um sich bei Juliane Schülting für ihre Arbeit zu bedanken. Wenn Not an der Frau war, sprang die Schulsekretärin nicht selten in die Bresche. Angesichts dieses investierten Herzblutes, wunderte es nicht, dass ihr der Abschied schwer fiel.
„Und was werden Sie nun mit der freien Zeit anfangen?“ Da mussze Juliane Schülting trotzdem nicht lange überlegen. „Im Frühling wartet schon mein Garten. Der will doch gemacht werden.“ Der Schule wird sie sicher nicht verlorengehen. Davon ist Angelika Trillsch fest überzeugt. Im Augenblick engagiert sie sich zwar für den Kindergarten ihrer Enkel als Seniorexpertin. Doch irgendwann geht’s auch für sie in die Davertschule. „Und dann haben wir vielleicht eine eigene Seniorexpertin . . .“

Quelle: Westfälische Nachrichten