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Di. , 14. Aug. 2018



12.12.2013

Freiwilligendienst in Schule für geistig behinderte Kinder

Einsatz in Ghana mit „Herz und Seele"

2013-hannes-arnschink kFernweh und soziales Engagement verbindet Hannes Arnschink in seinem Freiwilligendienst in Afrika. Ein Jahr lang arbeitet er ehrenamtlich in Ghana in einer Schule für geistig behinderte Kinder.

Aufgeregt, aber auch hoffnungsvoll und mit viel Vorfreude, fiebert Hannes Arnschink dem 5. September entgegen. Denn an diesem Tag stellt sich der 22-Jährige einer anspruchsvollen Mission: In Ghana, einem der ärmsten Länder der Welt, wird er ehrenamtlich zwölf Monate lang in einer Schule für geistig behinderte Kinder arbeiten. Die Einrichtung befindet sich in der rund 45.000 Einwohner zählenden Stadt Winneba.

Bei diesem Dienst baut er freilich nicht allein auf seinen Enthusiasmus, sondern auf seinen beruflichen Hintergrund. Denn der Ottmarsbocholter hat soeben in der Kinderheilstätte Nordkirchen eine Ausbildung als Heilerziehungspfleger abgeschlossen.

„Ich habe mit Herz und Seele einen Beruf in der Behindertenhilfe gewählt", erzählt Hannes Arnschink. Und da ihn schon lange das Fernweh gepackt habe, sei es für ihn nahe liegend gewesen, den persönlichen Traum und die berufliche Ambition im Rahmen eines Freiwilligendienstes zu vereinen. „Den Weg habe ich über Bezev, den Verein für Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit gefunden", berichtet der 22-Jährige, der nach seiner Rückkehr „noch eine Fachlehrerausbildung draufsatteln" möchte.

„Ich freue mich, meine Kenntnisse in das Projekt einbringen zu können und hoffe gleichzeitig, viel Neues durch die Arbeit in der Förderschule zu lernen", erklärt Hannes Arnschink. In Winneba werde er als Unterrichtsassistent in den Klassen sowie – bei Bedarf – für die Einzelförderung von Schülern eingesetzt. Ferner soll der Heilerzeihungspfleger eigene Idee und Erfahrungen aus seiner Arbeit in Deutschland einfließen lassen. Ziel der Schule seien die Integration der Kinder und Jugendlichen in die Gesellschaft sowie deren Förderung durch Heil- und Sonderpädagogik.

Unvorbereitet auf den Schwarzen Kontinent, speziell auf Ghana und das Projekt, ist der junge Mann aus dem Münsterland nicht: „Seit Anfang April habe ich an Seminaren teilgenommen und hatte Austausch mit Leuten die an meiner künftigen Einsatzstelle waren. Das hat mir manche Bedenken genommen und Sicherheit gegeben", schaut Hannes Arnschink seiner Mission zuversichtlich entgegen.

Zu 75 Prozent gefördert wird der Aufenthalt in Ghana vom Dachverband „Weltwärts", dem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Um den Verein für Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit zu unterstützen, die anteilige Finanzierung von 25 Prozent aufzubringen, muss Hannes Arnschink einen Förderkreis aufbauen – auch diese Aufgabe ist Teil des Gesamtprojektes.

 

Bericht + Foto: WN