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11.02.2010

Pfarrer Norbert Ramers wird 90

Baupastor und Seelsorger für St. Urban

2010-norbert-ramers-90 kEs ist ein Leben im Dienste des Glaubens und für die Pfarrgemeinde St. Urban. Norbert Ramers, Pfarrer im Ruhestand der katholischen Pfarrgemeinde in Ottmarsbocholt, feiert heute seinen 90. Geburtstag.

Viele verschiedene Stationen und Lebensabschnitte hatte Norbert Ramers bereits hinter sich, als er im Juli des Jahres 1966 als aktiver Pfarrer nach Ottmarsbocholt kam. Seitdem gilt sein Engagement der Kirchengemeinde St. Urban. „Einige Leute bezeichnen mich hier als Baupastor“, umschreibt Ramers wohl zutreffend die vielen Bauvorhaben, die in seiner Amtszeit umgesetzt wurden. „Vom Kirchturm fielen die Klamotten schon runter - die Kirche musste einfach von innen und außen renoviert werden!“ Weiteres folgte: So sind sowohl das Pfarrheim, der Kindergarten als auch das neue Pfarrhaus dem Pfarrer Norbert Ramers zu verdanken.

Geboren und aufgewachsen ist Ramers in Lünen, wo er auch das Abitur machte. Nach einer kurzen Zeit im Arbeitsdienst musste er schließlich am 2. Oktober 1940 als Soldat in den zweiten Weltkrieg ziehen.

Eingesetzt wurde er in Russland, wo er „am 29. April 1945 um 16 Uhr in Kriegsgefangenschaft kam“, erinnert sich der Pfarrer noch genau. „Im Oktober 1948 wurde ich dort glücklicherweise entlassen.“

„Wenn man dann zurück nach Lünen kommt, fragt man sich: Was nun?“ Zwar hatte Ramers eine Lehre bei einer Bank angefangen, entschied sich aber dennoch im Jahr 1950 in Münster Theologie zu studieren. Nahe gebracht wurde ihm dies auch durch einen befreundeten Kaplan, sodass Ramers am 17. Dezember 1955 zum Priester geweiht wurde. Eingesetzt wurde er als Kaplan zunächst in Rheine, wo er im Nebenamt auch Religionslehrer war. Danach kam der Geistliche schließlich über die Stationen Herbern und Warendorf zur Pfarrgemeinde St. Urban.

Obwohl er seit 1987 Pfarrer im Ruhestand ist, hält er bis heute gelegentlich noch eine Heilige Messe. Mit der Versetzung in den Ruhestand ist er auch in das Haus seiner Haushälterin Emma Breuer gezogen. Schon seit 1973 führen die beiden eine Haushaltsgemeinschaft und ergänzen sich dabei gut.

» Am Sonntag nach der Messe feiert Pfarrer Ramers im engeren Kreise seinen 90. Geburtstag. „Was soll ich noch groß mit Geschenken? Es ist doch sinnvoller, wenn man selbst Geschenke machen kann“, meint Ramers, denn statt Geschenken, bittet er um eine Spende für die Rumänienhilfe. Zur Mitfeier der Messe am Sonntag um 10.30 Uhr sind alle eingeladen.

 

WN: Sebastian Halsbenning